The big ideas from the world's best books, free in 5 minutes
Like a movie trailer, but for books. Watch, listen, or read along, then go as deep as you want.
Great lessons shouldn't depend on spare time, money, or how you learn. Free in 8 languages, for everyone.
1M+ books on demandListen and read alongStart without an account
Die Theorie von Allem by Stephen W. Hawking
Hörbuch-Zusammenfassung von StoryShots
Der Rand des Universums ist kein Rand.
Es gibt ihn schlicht nicht.
Einleitung
Ein Universum ohne Anfang, ohne Rand, ohne Schöpfer, das sich trotzdem vollständig erklären lässt.
Genau das ist die Behauptung von Die Theorie von Allem: Ursprung und Schicksal des Universums von Stephen W. Hawking.
Der Physiker, der Millionen Laien die Kosmologie verständlich machte, nimmt seine Leser mit auf eine Reise vom Urknall bis zum Ende der Zeit.
Warum ein statisches universum eine illusion war.
Jahrhundertelang galt es als selbstverständlich, dass das Universum ewig und unveränderlich sei.
Sterne standen fest, Galaxien blieben, wo sie waren, und niemand stellte diese Ordnung ernsthaft in Frage.
Eine einzige Beobachtung im Jahr 1929 zerstörte diese Vorstellung: Das Licht ferner Galaxien war rotverschoben.
Sie entfernten sich von uns, und zwar umso schneller, je weiter sie entfernt waren.
Das Universum dehnte sich aus.
Diese Entdeckung bedeutete mehr als nur eine astronomische Kuriosität.
Wenn sich das All ausdehnt, muss es einmal kleiner gewesen sein, unendlich klein sogar.
Es muss einen Anfang gehabt haben.
Jeder, der jemals dachte, der Kosmos sei einfach immer schon da gewesen, folgte einer Annahme, die von der eigenen Wahrnehmung stammt, nicht von den Daten.
Die Ausdehnung des Alls war eine der größten intellektuellen Revolutionen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Diese Erkenntnis öffnete die Tür zu einer Frage, die weit unbequemer ist als bloße Ausdehnung: Was war vor dem Anfang, und ergibt diese Frage überhaupt einen Sinn?
Das rätsel der singularität.
Rechnet man die Ausdehnung des Universums gedanklich zurück, landet man an einem Punkt unendlicher Dichte und unendlicher Temperatur.
Die bekannten Gesetze der Physik brechen dort einfach zusammen.
Zeit und Raum selbst entstehen erst in diesem Moment, dem Urknall.
Vorher gab es kein Vorher.
Stell dir vor, du versuchst, das gesamte Wasser der Erde in eine einzige Flasche zu pressen.
Genau diese Art von Unmöglichkeit beschreibt eine Singularität.
Ereignisse davor können keine Konsequenzen für uns haben, also gehören sie nicht in ein wissenschaftliches Modell des Universums.
Das ist die Stelle, an der viele Leser aufgeben und Gott als Lückenfüller einsetzen.
Doch genau hier liegt das Problem: Eine Singularität als Anfangspunkt zu akzeptieren bedeutet, dass die Gesetze der Physik an ihrem wichtigsten Punkt versagen.
Wenn die Wissenschaft ausgerechnet am Ursprung des Universums nichts mehr erklären kann, wofür ist sie dann überhaupt gut?
Ein universum ohne rand und ohne schöpfer.
Ein Vorschlag löst dieses Problem mit einer Idee, die so einfach wie radikal ist: der No-Boundary-Ansatz.
Stell dir die Erdoberfläche vor.
Sie hat keinen Rand, keinen Punkt, an dem sie plötzlich aufhört, obwohl sie endlich ist.
Dieses Bild lässt sich auf Raum und Zeit selbst übertragen, mithilfe eines Konzepts namens imaginäre Zeit, in dem sich Zeit wie eine weitere Dimension des Raums verhält.
Das Ergebnis: Das Universum braucht keinen Startpunkt, an dem jemand oder etwas den Schalter umlegt.
Es ist einfach in sich geschlossen, ohne äußere Ursache, ohne Rand, ohne Anfang im herkömmlichen Sinn.
Es gäbe dann keinen Platz mehr für einen Schöpfer, denn ein Universum ohne Rand kann weder erschaffen noch zerstört werden.
Es wäre einfach.
Aber wenn niemand das Universum erschaffen musste, bleibt die eigentliche Frage offen: Warum existiert überhaupt etwas anstatt nichts, und was würde es bedeuten, diese Antwort tatsächlich zu kennen?
Wenn dich diese Idee gerade genauso aus der Bahn geworfen hat wie mich, schick diese Zusammenfassung jemandem, der gerne nachts über das Universum nachdenkt.
Fazit.
Diese Zusammenfassung von Die Theorie von Allem verbindet drei Gedanken zu einer Linie: ein expandierendes Universum, das einen Anfang verlangt, eine Singularität, an der die Physik versagt, und ein randloses Modell, das diesen Widerspruch auflöst.
Was hier fehlt, ist Hawkings vielleicht bekanntestes Vermächtnis: die Strahlung aus Schwarzen Löchern, die zeigt, dass selbst diese kosmischen Fallen langsam verdampfen.
Auch die drei Pfeile der Zeit, thermodynamisch, psychologisch und kosmologisch, bleiben hier unerklärt, ebenso wie der letzte Versuch einer echten Theorie von Allem, die Quantenmechanik und Relativitätstheorie vereint.
Wer verstehen will, warum das Universum am Ende die ultimative Gratismahlzeit sein könnte, findet die vollständige Zusammenfassung von Die Theorie von Allem inklusive Infografik und animiertem Video in der StoryShots App.