The big ideas from the world's best books, free in 5 minutes
Like a movie trailer, but for books. Watch, listen, or read along, then go as deep as you want.
Great lessons shouldn't depend on spare time, money, or how you learn. Free in 8 languages, for everyone.
1M+ books on demandListen and read alongStart without an account
Ein verheißenes Land by Barack Obama
Hörbuch-Zusammenfassung von StoryShots
Er gab den Befehl bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit von gerade einmal 55 Prozent.
Einleitung
Ein amtierender Präsident gestand einmal, dass er die meisten Probleme des Landes nicht gestalten, sondern nur verwalten konnte.
Genau dieses Geständnis steht im Zentrum von Ein verheißenes Land von Barack Obama, einem Memoir, das die Präsidentschaft weniger als Triumph zeigt, sondern als tägliches Ringen mit Grenzen, die niemand gewählt hat.
Die macht des präsidenten ist kleiner als du denkst.
Die meisten Menschen stellen sich das Präsidentenamt wie eine Kommandozentrale vor.
Ein Wort, und die Maschine läuft an.
Dieses Buch räumt mit dieser Vorstellung Kapitel für Kapitel auf.
Die Verabschiedung des Affordable Care Act kostete ein ganzes Jahr voller einzelner Telefonate mit zögernden Senatoren, nicht einen einzigen entscheidenden Befehl.
Selbst eine Regel, über die kaum ein Amerikaner je abgestimmt hat, die Filibuster-Hürde im Senat, entschied im Stillen darüber, was überhaupt Gesetz werden konnte.
Die Präsidentschaft läuft, so zeigt es dieses Buch, über Überzeugungsarbeit und Koalitionsrechnerei, nicht über Befehlsgewalt.
Das Oval Office wirkt wie ein Kontrollraum.
Tatsächlich ist es ein Verhandlungstisch, an dem man selten die stärksten Karten hält.
Diese Lücke zwischen der Macht, die man dem Amt zuschreibt, und der Macht, die es tatsächlich besitzt, ist genau die Spannung, in die jede neue Führungskraft unvorbereitet hineingerät.
Ein system, das gegen veränderung gebaut wurde.
Als die Geschichte im Weißen Haus ankommt, hatten Minderheitsfraktionen im Kongress längst gelernt, fast jedes Vorhaben blockieren zu können, unabhängig von seinem Nutzen.
Eine Bundesbehörde, die dem Weißen Haus inhaltlich zustimmte, bewegte sich trotzdem in ihrem eigenen Tempo, gebremst von Regeln, die auf Kontrolle ausgelegt waren, nicht auf Geschwindigkeit.
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 legte das offen: Den Behörden fehlte die Technik für eine schnelle Reaktion, weil jahrzehntelange staatsfeindliche Politik genau jene Institutionen ausgehungert hatte, die solche Katastrophen verhindern sollten.
So wurde die Maschine, die eigentlich die Bevölkerung schützen sollte, zur Bremse ihrer eigenen Rettung.
Eine einfache Lösung liefert das Buch dafür nicht.
Es beschreibt die Blockade in aller Deutlichkeit.
Wie man mit dieser Blockade umgeht, welche Kämpfe die politische Energie wert sind, ist eine ganz andere Frage.
Die entscheidung bei 55 prozent.
Im Frühjahr 2011 musste eine Entscheidung fallen: die Genehmigung eines Militäreinsatzes in Pakistan, gestützt auf einen Geheimdienstbericht, der die Wahrscheinlichkeit, dass sich Osama bin Laden tatsächlich in jenem Gebäude befand, auf gerade 55 Prozent schätzte.
Keine Gewissheit.
Kaum besser als ein Münzwurf.
Der Befehl ging trotzdem raus, im vollen Bewusstsein, dass ein Scheitern weltweit übertragen und einer einzigen Person zugeschrieben würde.
Exekutive Entscheidungen tragen eine Art von Ungewissheit, mit der die meisten von uns im eigenen Leben nie klarkommen müssen, und trotzdem erwarten wir von unseren Anführern Gewissheit, die es schlicht nicht gibt.
Führung, ohne jede Inszenierung, ist am Ende nichts anderes als der Wille, zu handeln, ohne den Beweis zu haben, den man sich wünschen würde.
Diese eine Entscheidung wirft ein neues Licht auf alles, was dieses Buch über Macht, Herkunft und Kompromiss zeigt.
Sie stellt auch eine schwerere Frage, mit der die letzten Kapitel ringen: Was kostet es einen Menschen, solche Entscheidungen zu tragen, und verschwindet dieses Gewicht je wieder.
Wenn dich das verändert hat, wie du über Führung unter Druck denkst, dann teile diese Zusammenfassung mit jemandem, der gerade selbst vor einer schwierigen Entscheidung steht.
Fazit.
Diese Zusammenfassung von Ein verheißenes Land verbindet den Mythos der präsidialen Befehlsgewalt, die unsichtbare Maschinerie, die jede Reform ausbremst, und die Entscheidung bei 55 Prozent, die eine Präsidentschaft prägte, zu einem einzigen Argument: echte Macht besteht vor allem im Umgang mit Zweifel.
Die vollständige Zusammenfassung geht tiefer auf die nächtlichen Senatsanrufe im Kampf um die Gesundheitsreform ein, auf die eigentümliche Last, gleichzeitig Symbol und Regierungschef zu sein, und auf die genaue Überlegung hinter dem Befehl zum bin-Laden-Einsatz, die hier nur angerissen wurde.
Wer wissen will, wie der Affordable Care Act am Ende doch noch sechzig Stimmen bekam, oder wie Herkunft Barack Obamas gesamten politischen Ansatz geprägt hat, findet dort die Antworten.
Die vollständige Zusammenfassung von Ein verheißenes Land von Barack Obama, samt Infografik und animiertem Videoclip, findest du in der StoryShots App.