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Erfolgsfaktor Sauerstoff von Patrick McKeown
Hörbuch-Zusammenfassung von StoryShots
Dein Blut ist gerade jetzt zu 95 bis 99 Prozent mit Sauerstoff gesättigt.
Einleitung
Jahrelang hat man dir gesagt, tief durchzuatmen sei gesund.
Wer mehr Sauerstoff in den Geweben will, macht damit womöglich genau das Falsche.
Das ist die Ausgangsthese von Erfolgsfaktor Sauerstoff von Patrick McKeown, und sie beginnt bei einem Gas, das du bisher für bloßen Abfall hieltest.
Warum weniger Atmen mehr Sauerstoff liefert
Die meisten glauben, größere Atemzüge bringen mehr Energie.
Doch in Ruhe ist dein Blut ohnehin fast vollständig gesättigt.
Mehr Luft ändert daran nichts.
Der Engpass liegt woanders: bei der Abgabe.
Hämoglobin gibt Sauerstoff nur in Gegenwart von Kohlendioxid frei, der sogenannte Bohr-Effekt.
Wer zu viel atmet, wäscht zu viel CO2 aus.
Das Hämoglobin klammert sich dann an seinen Sauerstoff, statt ihn an Muskeln und Gehirn weiterzureichen.
Das Japsen auf der Treppe war also kein Mangel an Sauerstoff.
Es war ein Zuviel an Atmung.
Überatmung ist kein Lungenproblem.
Es ist ein Liefer-Problem.
Bleibt die Frage, woran du überhaupt merkst, dass du es tust.
Den eigenen Atem messen: der BOLT-Test
Überatmung spürst du nicht, sie versteckt sich in der Gewohnheit.
Eine einfache Messung macht sie sichtbar, der Body Oxygen Level Test, kurz BOLT.
Atme normal ein, atme normal aus, halte dir dann die Nase zu und stoppe die Zeit bis zum ersten deutlichen Atemreiz.
Nicht bis zum Durchhalten.
Bis zum ersten Signal.
Wer regelmäßig moderat trainiert, startet typischerweise bei etwa 20 Sekunden.
Darunter drohen verstopfte Nase, Schnarchen, unruhiger Schlaf und starke Atemnot beim Sport.
Das Ziel sind 40 Sekunden.
Der Haken: Ein niedriger Wert zeigt, dass dein Körper überempfindlich auf Kohlendioxid reagiert.
Schon eine winzige Ansammlung löst Alarm aus, du atmest stärker, das CO2 sinkt weiter, die Empfindlichkeit wächst.
Du reparierst keine Lunge.
Du justierst ein Alarmsystem neu.
Eine Zahl liefert den Ausgangspunkt.
Sie zu verändern ist die eigentliche Arbeit.
Durch die Nase atmen, Tag und Nacht
Der erste Hebel klingt fast beleidigend simpel.
Mund zu.
Die Nase bremst das Tempo, filtert und erwärmt die Luft und führt dich zu ruhigen Bauchatemzügen.
Außerdem bildet sie Stickstoffmonoxid, das die Gefäße weitet.
Allein durch Summen stieg es laut einer Studie um bis zu das Fünfzehnfache im Vergleich zu ruhigem Ausatmen.
Ein guter Atemzug in Ruhe ist weder zu sehen noch zu hören.
Wenn man dich quer durch den Raum atmen hört, atmest du zu viel.
Dann kommt der Teil, mit dem niemand rechnet: der Schlaf.
Weil du nachts nicht kontrollieren kannst, wie du atmest, hilft nur ein Streifen leichtes Papierklebeband über den Lippen, damit der Mund geschlossen bleibt.
Ein gutes Drittel deines Lebens verbringst du unbeaufsichtigt.
Genau dort entscheidet sich, ob die Gewohnheit bricht oder bleibt.
Wenn dich das zum Nachdenken über deine Atmung gebracht hat, sollte jemand in deinem Umfeld es auch hören.
Zusammenfassung
Diese Zusammenfassung von Erfolgsfaktor Sauerstoff von Patrick McKeown verbindet drei Ideen zu einem Faden: Sauerstoffversorgung hängt vom Kohlendioxid ab, der BOLT-Wert zeigt, wie gut du damit umgehst, und die Nasenatmung trainiert es rund um die Uhr.
Doch das Buch geht weiter.
Es beschreibt Übungen, die Höhentraining simulieren, einen Weg, Atemnot in Sekunden abzubauen, und einen Kniff, die verstopfte Nase beim Gehen mit angehaltenem Atem freizubekommen.
Es richtet sich an alle, die schnell außer Puste geraten, schlecht schlafen oder hart trainieren.
Die vollständige Zusammenfassung von Erfolgsfaktor Sauerstoff findest du in der StoryShots App.