Alles nur geklaut by Austin Kleon

Hörbuch-Zusammenfassung von StoryShots

Scheitern ist kein Rückschlag.

Es ist der Mechanismus, der aus geklauten Ideen deine eigenen macht.

Einleitung

Die meisten Menschen glauben, wahre Kreativität entstehe aus dem Nichts, in einem einsamen Moment der Erleuchtung.

Genau diese Vorstellung hält talentierte Menschen jahrelang fest, weil sie auf eine Idee warten, die rein genug ist, um wirklich ihre eigene zu sein.

Alles nur geklaut, zu Deutsch etwa 10 Dinge, die dir keiner über Kreativität gesagt hat, von Austin Kleon räumt mit diesem Mythos auf und macht aus dem Druck zur Originalität eine Einladung zum Diebstahl.

Warum nichts, was du machst, wirklich originell ist.

Jeder Song, jedes Gemälde, jedes Geschäftsmodell stammt von irgendetwas anderem ab.

Ein Songwriter hört sich oft durch hunderte Platten, bevor er eine einzige eigene Melodie schreibt.

Eine Romanautorin schreibt unbewusst die Handlungen um, die sie als Teenagerin geliebt hat.

Die Erleichterung liegt nicht darin, dass Stehlen erlaubt ist.

Sie liegt darin, dass Stehlen unvermeidbar ist.

Der Druck, aus dem Nichts zu erschaffen, verschwindet einfach.

Du bist, ganz konkret, eine Mischung aus allem, was du in dein Leben gelassen hast.

Wer schon einmal ein Projekt abgebrochen hat, weil es sich "abgekupfert" anfühlte, hat sich an einem Maßstab gemessen, dem kein arbeitender Künstler jemals entspricht.

Originalität ist unentdeckter Diebstahl.

Das erklärt, warum Vorbilder kein Zeichen von Schwäche sind, sondern Rohmaterial.

Doch wie man aus diesem Rohmaterial etwas Eigenes baut, ist eine ganz andere Frage.

Die methode des sammlers, die selten richtig erklärt wird.

Ein Sammler zu werden, kein Hamsterer, bedeutet, Bilder, Sätze und Ideen zu sammeln, die einen wirklich bewegen, und sie dann in etwas Neues zu verwandeln.

Das klingt einfach, bis man es tatsächlich versucht.

Was unterscheidet jemanden, der sich eine echte Stimme aufbaut, von jemandem, der nur ein Sammelalbum fremder Fingerabdrücke zusammenklebt?

Angeblich gibt es einen Unterschied zwischen dem Diebstahl des Stils und dem Diebstahl des Denkens hinter dem Stil.

Doch diesen Unterschied theoretisch zu kennen ist etwas völlig anderes, als ihn nachts am eigenen Schreibtisch umzusetzen.

Wer je ein Vorbild bewundert und dabei nur eine schwache Kopie seiner Oberfläche produziert hat, kennt diese Lücke aus eigener Erfahrung.

Kopieren bringt dich nah heran.

Etwas ganz anderes macht dich originell.

Was dieses andere Element eigentlich ist, verrät sich erst im nächsten Schritt.

Die eine regel, die aus diebstahl etwas legales macht.

Dieses andere Element ist das Scheitern, und es funktioniert genau deshalb, weil du es nicht kontrollieren kannst.

Keine menschliche Hand kann eine perfekte Kopie von irgendetwas anfertigen.

Versuch, den exakten Stil deines Vorbilds nachzuzeichnen, und deine eigenen Gewohnheiten, Erinnerungslücken und körperlichen Grenzen mischen sich trotzdem ein.

Genau dort, wo du deine Vorbilder nicht perfekt kopieren kannst, entsteht deine eigene Sache.

Das ist kein Notbehelf für fehlende Originalität.

Es ist der Herstellungsprozess dafür.

Deshalb produziert das obsessive Studium eines einzigen Vorbilds nur Imitatoren, während das Studium von hundert Einflüssen etwas hervorbringt, das neu wirkt.

Du scheiterst nicht daran, dein Vorbild zu werden.

Du wirst dabei aus Versehen du selbst.

Wenn dich das schon zum Nachdenken gebracht hat: Wie weit lässt sich dieses Prinzip eigentlich treiben, wenn du es nicht nur auf ein Vorbild, sondern auf deinen ganzen Alltag anwendest?

Wenn diese Idee deinen Blick auf Kreativität verändert hat, kennst du wahrscheinlich jemanden, der gerade an einem Projekt feststeckt und genau das jetzt hören sollte.

Fazit.

Diese Zusammenfassung von Alles nur geklaut verknüpft drei Gedanken zu einem Argument: Nichts ist originell, das Sammeln von Einflüssen ist eine erlernbare Fähigkeit, und dein unvermeidliches Scheitern beim perfekten Kopieren erzeugt erst eine echte Stimme.

Noch unberührt bleibt die konkrete Formel, um überhaupt bemerkt zu werden, das Argument, warum Nebenprojekte und Hobbys heimlich zur eigentlichen Lebensarbeit werden, und die These, dass kreative Routinen davon abhängen, im restlichen Leben bewusst langweilig zu sein.

Dazu kommt ein scharfer Gedanke zu Kreativität als Subtraktion, warum weniger Werkzeuge und engere Grenzen bessere Arbeit hervorbringen als völlige Freiheit.

Wer selbst etwas schafft, schreibt, gestaltet, baut, für den ist dieses Buch gemacht.

Wir arbeiten gerade an der vollständigen Zusammenfassung von Alles nur geklaut von Austin Kleon, mit Infografik und animiertem Video.

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