Warum wir (zu viel) essen by Andrew Jenkinson

Hörbuch-Zusammenfassung von StoryShots

Je öfter du eine Diät machst, desto höher steigt der Sollwert, den dein Körper verteidigt.

Einleitung

Diäten machen nicht schlank.

Sie machen deinen Körper misstrauisch, und beim nächsten Versuch klammert er sich noch fester an jedes Kilo.

Das ist die Kernthese von Warum wir (zu viel) essen: Die neue Wissenschaft des Appetits von Andrew Jenkinson, einem Adipositas-Chirurgen, der zwei Jahrzehnte lang beobachtet hat, warum seine Patienten immer wieder scheitern, obwohl sie sich eisern an Kalorientabellen halten.

Der mythos von kalorien rein, kalorien raus.

Die meisten Menschen glauben, Übergewicht sei eine Frage der Rechenkunst.

Weniger essen, mehr bewegen, fertig.

Doch die Rechnung geht nicht auf.

Menschen, die drastisch weniger essen, verlieren oft viel weniger Gewicht als die Mathematik vorhersagt, während andere riesige Mengen essen, ohne im gleichen Maß zuzunehmen.

Der Grund liegt in der Grundumsatzrate, die etwa 70 Prozent deines täglichen Energieverbrauchs ausmacht und die dein Gehirn ständig nachjustiert, komplett unabhängig von deinem Willen.

Dein Körper reagiert auf Hunger nicht mit Geduld, sondern mit Alarm.

Willenskraft verliert gegen einen Körper, der glaubt, er hungert.

Diese eingebaute Bremse erklärt, warum du nach jeder gescheiterten Diät frustrierter bist als zuvor, und genau da setzt die nächste Frage an: Wer stellt eigentlich diesen Regler ein?

Das fettpolster als kontrollzentrale.

Fettgewebe ist kein passives Lager, sondern ein Organ, das ununterbrochen Hormone ausschüttet.

Das wichtigste davon heißt Leptin, produziert von deinen Fettzellen und registriert vom Hypothalamus, einer kleinen Struktur unter deinem Gehirn.

Mehr Fett bedeutet mehr Leptin, mehr Leptin bedeutet weniger Appetit, zumindest in der Theorie.

Bei vielen Menschen funktioniert dieses Signal jedoch nicht mehr richtig, ihr Gehirn wird gegenüber Leptin taub, obwohl genug davon vorhanden wäre.

Das bedeutet: Du kannst voller Energiereserven sein und trotzdem ununterbrochen Hunger spüren, ohne dass das etwas mit Charakterschwäche zu tun hat.

Aber warum wird dieses jahrmillionenalte System ausgerechnet in den letzten vierzig Jahren derart gestört?

Die Antwort liegt nicht in deinem Kopf, sondern auf deinem Teller.

Der regler, der deine körperform bestimmt.

Ein einziges Hormon entscheidet, ob dein Körper Fett einlagert oder freigibt, und die meisten Menschen haben noch nie seinen Namen im Zusammenhang mit ihrem Gewicht gehört: Insulin.

Chronisch erhöhtes Insulin, ausgelöst durch ständigen Nachschub an schnellen Kohlenhydraten und Zucker, sperrt Energie regelrecht in den Fettzellen ein und verzerrt gleichzeitig, wie dein Gehirn die vorhandene Fülle überhaupt wahrnimmt.

Gleichzeitig verschiebt ein falsches Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fetten, verursacht durch industrielle Pflanzenöle, die Kommunikation zwischen Fettzellen und Gehirn auf zellulärer Ebene.

Insulin bestimmt nicht, was du isst.

Es bestimmt, ob das, was du isst, in deiner Hüfte bleibt oder deine Muskeln erreicht.

Doch wenn ein Hormon über Jahrzehnte den Sollwert deines Körpers verschieben kann, stellt sich die größere Frage: Lässt sich dieser Sollwert auch wieder zurückdrehen, und wie lange dauert das wirklich?

Wenn dich dieser Blick auf Hunger und Hormone gepackt hat, schick diese Zusammenfassung jemandem, der seit Jahren erfolglos Diäten ausprobiert.

Zusammenfassung.

Diese Zusammenfassung von Warum wir (zu viel) essen verbindet drei Fäden zu einem Argument: Diäten scheitern an der Biologie, Leptin regelt Hunger unabhängig vom Willen, und Insulin entscheidet, wohin Energie wandert.

Was hier fehlt, ist der konkrete Fünf-Schritte-Plan von Andrew Jenkinson, der zeigt, wie du deinen Sollwert Schritt für Schritt senkst, ohne zu hungern.

Ungeklärt bleibt auch, warum ausgerechnet dein Schlaf über Nacht dein Hungergefühl am nächsten Tag verändern kann, und welche Fettsorten du tatsächlich meiden solltest.

Besonders lohnt sich das Buch für alle, die nach gescheiterten Diäten das Gefühl haben, ihr Körper arbeite gegen sie.

Wir bereiten gerade die vollständige Zusammenfassung von Warum wir (zu viel) essen vor, inklusive Infografik und animiertem Video.

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